blue night shadow


Astrofotografie ist eine heikle Angelegenheit für eine Digitalkamera. Es ist nicht nur schwierig das Sensorrauschen in den Griff zu bekommen und einen guten Kompromiss zwischen ISO-Empfindlichkeit und Belichtungszeit zu finden, auch das so genannte Sensorglühen kann das Bild schnell ruinieren. An der D80, die einen Sony CCD beherbergt, tritt es ab etwa zwei Minuten Belichtungszeit sichtbar in Erscheinung. Dabei fangen die oberen Bildecken langsam an in einem purpur Farbton zuzulaufen, was an eine Art Glühen erinnert. Der Effekt, der durch heiß werdende Bauteile in Sensornähe ausgelöst wird, kann aber durch Einschalten der Langzeitrauschunterdrückung kompensiert werden. Die Funktion hatte ich allerdings ausgeschaltet, sodass die meisten Bilder für die Tonne waren. Beim aktuellen Bild hatte ich jedoch nur mit dem Rauschen zu kämpfen, da die Belichtungszeit noch unter zwei Minuten lag. Damit ist das Bild auch recht dunkel geworden und das Rauschen kaum zu sehen. Ich hab lange überlegt, ob ich es überhaupt zeigen soll, weil es doch schon grenzwertig dunkel ist. Aber wegen der Anekdote zum Sensorglühen und weil ich sicher wiedermal solche Bilder (dann allerdings mit Rauschunterdrückung 😉 machen werde, wollte ich es nicht im Archiv verschwinden lassen. Mal sehen ob die Bilder beim nächsten Versuch etwas besser werden.